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Details zu Abschlussarbeiten

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Thema



Entwurf und Implementierung von drei OSA/Parlay Services für die nächste Generation der IP Netzwerke

Aufgabenstellung



Einleitung
In den letzten Jahren hat sich das Bild der Telekommunikation verändert. Die Telekommunikationsdienste haben sich von klassischen Sprachtelefondiensten mehr und mehr zu Multimediadienste (Sprache, Text, Audio/Video) gewandelt. Obwohl sich einerseits die Netztechnologien und andererseits die heutigen Endgeräte weitgehend verbessert haben, stehen wir vor der Situation, dass durch die Konvergenz von PSTN und IP Netzwerken die Einflussfaktoren für die Entstehung der Dienste in den nächsten Netzwerkgenerationen sich verändert haben und infolgedessen die Dienstentwicklung neue Wege gehen muss. Durch die genannte Entwicklung modifiziert sich der Entwicklungsprozess der nächsten Dienstgenerationen, indem neue Entwicklungsstufen für Inhaltsanbieter, Portalanbieter, Dienstentwickler und Netzwerkbetreiber integriert werden, so dass in der Folge ein Dienst entsteht.


Hintergrund
Da hauptsächlich offene APIs für die Dienstsentwicklung durch Drittanbieter von wesentlicher Bedeutung sind, ist es wichtig, besonders die Standardisierungsaktivitäten im Rahmen internationaler Initiativen, wie Third Generation Partnership Project (3GPP) oder der Parlay Group zu analysieren. Bei der Standardisierung offener APIs für die Mobilkommunikation spielt die Parlay Group und die Konzeption einer mehrschichtigen Netzwerkarchitektur eine wichtige Rolle.

Die OSA/Parlay Spezifikation beinhaltet eine von APIs unabhängige Verwendung von Services, die Netzwerkfunktionalitäten auf Anwendungsebene bereitstellen. Die Schnittstellen dieser Services (z.b. Call Controll Service) sind durch das European Telecommunications Standards Institute (ETSI), Parlay Group und 3GPP spezifiziert, jedoch das Mapping auf die Netzwerkfunktionalität wird in der aktuellen OSA/Parlay 4.0 Spezifikation nicht berücksichtigt. Ziel all dieser Standardisierungsbemühungen im gemeinsamen Rahmen von Parlay Group, 3GPP und ETSI ist die Etablierung und Verbreitung eines einzigen Satzes bzw. einer Sammlung offener APIs innerhalb der gesamten Telekommunikationsindustrie. Die Kommunikation zwischen das OSA Gateway und den OSA Services basiert auf Middleware Technologie. Mit der Kombination aus offener Spezifikation und verteilten Anwendungen basierend auf CORBA kann das OSA Gateway als Mehrwertdienst Plattform eingesetzt werden.


Die Vorteile der Parlay/OSA APIs sind v.a. die Unabhängigkeit von Technologie, Netzwerk, Hersteller, Programmiersprachen und die aufgrund der standardisierten Schnittstellen schnelle mögliche Dienstentwicklung.


Aufgabenstellung
Die hierbei eingesetzten Parlay/OSA APIs bestehen aus zwei Arten von APIs: den Framework APIs und den Service APIs (Service Capability Feature – SCF). Durch diese APIs können verschiedene Netzwerkfunktionen ausgenutzt werden. Die derzeitigen OSA/Parlay Standards (Version 4.0) beinhalten elf SCFs. Mithilfe einer vorhandenen Implementierung eines allgemeinen Multimediasessionskontrollers (MSC) und anderen Open Source Lösungen soll sich diese Diplomarbeit mit dem Entwurf und dem Mapping drei verschiedener SCFs auf IP Netzwerke befassen. Diese sind:

1. Call Control SCF
2. User Interaction SCF
3. Presence and Availability Management SCF


Es soll zunächst ein Systementwurf für jedes SCF ausgearbeitet werden, der die OSA/Parlay Spezifikationen erfüllt. Basierend auf diesem Entwurf soll danach ein Prototyp implementiert werden, mit dem die spezifizierten Funktionalitäten und Eigenschaften anschließend durch einige Testszenarien evaluiert werden sollen.


Zusammenfassung zur Durchführung der Diplomarbeit

• Einarbeitung in die OSA/Parlay Standards und MSC
• Kennen lernen der verfügbaren Open Source Lösungen
• Entwurf und Implementierung der oben genannten SCFs mit allen spezifizierten Funktionalitäten
• Integration in das DAI-Labor Testbed

Betreuer



Betreuer:  Stefan Marx
Email:   stefan.marxdai-labor.de
Telefon:  314 - 23383

Bearbeiter



Noch Offen